röing genannt nölke architekten
Architektursalon . Münsterland
In Planung
Mit dem geplanten Architektursalon möchten Röing genannt Nölke Architekten einen offenen Ort für den Austausch über Architektur, Baukultur und gesellschaftliche Fragen des Bauens schaffen. Der Architektursalon versteht sich als Plattform für Dialog, Bildung und kulturelle Vermittlung – für Fachleute ebenso wie für interessierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen.
Architektur prägt unseren Alltag und unsere gebaute Umwelt nachhaltig. Dennoch bleibt ihre Bedeutung oftmals abstrakt oder wird nur im Kontext konkreter Bauvorhaben wahrgenommen. Ziel des Architektursalons ist es daher, Architektur und Baukultur verständlich, erlebbar und zugänglich zu machen.
Geplant sind Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops sowie architekturphilosophische Abende, die sich mit Fragen des Bauens, Wohnens und Zusammenlebens auseinandersetzen. Dabei sollen aktuelle gesellschaftliche, ökologische und gestalterische Themen aufgegriffen und gemeinsam reflektiert werden. Der Salon versteht sich als Ort des interdisziplinären Austauschs und der kulturellen Begegnung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Baukultur an Kinder und Jugendliche. In kreativen Workshops sollen junge Menschen spielerisch an Architektur, Raumwahrnehmung und Gestaltung herangeführt werden. Durch eigenes Entwerfen, Bauen und Experimentieren soll frühzeitig ein Bewusstsein für die Qualität unserer gebauten Umwelt entstehen.
Mit dem Architektursalon möchten Röing genannt Nölke Architekten einen aktiven Beitrag zur Förderung der Baukultur leisten und einen Raum schaffen, in dem Architektur nicht nur geplant, sondern gemeinsam gedacht, diskutiert und erlebt wird.
Visualisierung . Jonas Bloch . München
Wohnen an den Wasserburgen, Kreis Coesfeld
Studie
Auf einem markanten kompakten polygo- nalen Grundstück entstehen sieben private Wohneinheiten mit hohem Wohnwert.
Die Präsens des Ziegelbaus unterstreicht die urbane Erscheinung des Baukörpers an dem Kreuzungspunkt einer Ortsein- fahrt. Dank der offenen, durchgesteckten Grundrisse lassen sich alle Wohnungen vielfältig nutzen und sind für verschiedene Lebensphasen und Bewohnerstrukturen adaptierbar. Ein zurückhaltendes Farb- konzept vermittelt großzügige und klare Raumeindrücke.
Visualisierung Jonas Bloch
PHLOX . Partnerschaftlich harmonisch Leben im Oxfordquartier Gievenbeck Münster
Wohn + Stadtbau GmbH . Münster
Wettbewerb 2025
Phlox sind Flammenblumen. Die farbigleuchtenden Blätter ordnen sich dabei radiärsymmetrisch um einen Kelch an. Phlox steht Pate für den Entwurf: Vier Baukörper, sowie die Nachbarbebauung ordnen sich um einen gemeinsamen Innenhof an und verknüpften dabei urbane Freiräume und private Wohnrückzugsräume zu einem urbanen Geflecht mit hoher gestalterischer Dichte. Die Gebäudefugen zum Innenhof öffnen sich großzügig zum Quartier und verengen sich beim Übertritt in den urbanen Gartenhof.
Die einladenden Aufweitungen und intimen Einschnürungen der Fassaden gliedern den Hof und schaffen abwechslungsreiche Teilräume, ohne einer zusammen-hängenden Großzügigkeit entgegenzuwirken. Im Zentrum entfaltet sich ein vielseitig genutzter grüner Hofraum zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders.
Visulaisierungen . April Studios . München
Schwarzwaldhaus
Fertigstellung 2024
Bearbeitung LP 1-8
Preise . Häuser des Jahres 2025 // DIE BESTEN EINFAMILIENHÄUSER 2025 / Longlist
Hoch über der Stadt Wolfach im Schwarzwald grenzt das steile Grundstück an den Waldrand. Der Standort des Wohnhauses ist bewusst am höchsten Punkt gewählt um einen freien Blick ins Tal zu gewährleisten. Nur der unterirdische Zugang mit angegliederter Garage verbindet den Baukörper mit der Straße.
Die leicht polygonale Geometrie des Baukörpers folgt den Überlegungen der Ausrichtung und Sichtbeziehungen ins Tal und bildet mit den abgeschrägten Dachflächen eine Einheit. Im Spagat zwischen baurechtlichen Vorgaben, dem Wunsch nach regionaler Einbindung und einer steilen Topographie entsteht ein Baukörper mit Satteldach und charakteristisch geneigtem Ortgang. Das Dach des Wohnhauses "erhebt" sich talwärts und bildet zur Bergseite schlankere Proportionen aus.
Nach Osten und Westen öffnen sich Freisitze und schaffen zahlreiche Übergänge zwischen Innen und Außen. Eine feininszenierte Treppe im Innern verbindet die drei Wohnebenen und setzt sich dabei mit dem Thema "Wohnen am Hang" auseinander.
Publikationen . CUBE 03/2024
Bildnachweis . Brigida Gonzalez . Stuttgart
Neubau Produktions- und Verwaltungsgebäude, Dunningen
Fertigstellung 2021 . Bearbeitung LP 1-8
Preise . best architects 25 . Gewinner // HUGO HÄRING Preis 2023/ 2024 . Auszeichnung //Industriebaupreis 2022 . Anerkennung // BAUWELT PREIS 2023 Das Erste Haus . Engere Wahl
Baukörper und Konstruktion . Das neu errichtete Firmengebäude wirkt mit seinem klaren, präzisen Baukörper ordnend auf die heterogene Umgebung. Die Funktionen der Produktion und Verwaltung sind je nach Raumhöhenanforderung gebündelt in zwei Baukörpern zusammengefasst.
Die Verwaltung mit ca. 800 qm ist in einem zweigeschossigen Massivbau um einen begrünten Innenhof konzipiert. Der Innenhof schafft einerseits Aufenthalts- und Arbeitsplatzqualität und gewährleistet andererseits für die industrielle Produktion eine räumlich selbstverständliche Verbindung von „Blue und White Collar“. Der Hof wirkt hierbei als räumlich verbindendes Element zwischen den Produktionsbereichen im Erdgeschoss und den Verwaltungsarbeitsplätzen im Obergeschoss.
Die Produktion ist auf einer Grundfläche von ca. 4000 qm organisiert. Eingespannte Stahlbetonstützen tragen hier ein aufgelöstes Stahltragwerk aus Fachwerkbindern. Das Dach erhält durch drei aufgesetzte Sheddächer eine rhythmisch bewegte Silhouette und schafft große zusammenhängende Dachflächen, welche zur Anordnung einer Photovoltaikanlage genutzt werden. Die tiefliegenden Dachbereiche sind aus Profilglas in Kombination mit Lamellenfenstern und Oberlichtern zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Belichtung. Durch die Gebäudestaffelung und die mäandrierende Dachlandschaft entsteht eine markante Gebäudetypologie, welche das Unternehmen in Szene setzt und das Firmengebäude der Trautwein Präzisionsdrehteile GmbH von den Nachbarbebauungen klar absetzt.
Ökonomie . Der Material- und Produktionsfluss wurde in der Gebäudeorganisation linear abgebildet. Die Warenanlieferung erfolgt witterungsunabhängig über eine tiefe, stützenfreie Auskragung. Ein Portalkran im Produktionsbereich minimiert die Bestückungs- und Umsetzungszeiten der Maschinen. Der vom Wareneingang getrennte Auslieferungsbereich am Ende der Lager- und Montagebereiche gewährleistet über moderne Ladebrücken einen kreuzungsfreien Warenversand.
Architektonischer Ausdruck . Im Sinne einer aussagekräftigen und markenbildenden Architektur steht die präzise gefügte Metallfassade für den Hauptwerkstoff des metallverarbeitenden Betriebes, sowie dem hohen Qualitätsanspruch, die Präzision und das Know-how des Unternehmens. Die heterogenen Funktionen der Baukörper Verwaltung und Produktion sind an der Fassadenhaptik ablesbar. Während die Fassadenmaterialität der Produktionshalle über eine tiefe vor- und zurückspringende Stahl-Trapezblechverkleidung mit horizontaler Schichtung gegliedert wird, setzt sich die Verwaltung mit einer glatten, präzise gefügten Aluminium-Metallfassade in seiner Flächigkeit bewusst ab. Dabei erscheint die Metallfassade der Produktion als leichtes, textiles Fassadenkleid, während die Verwaltung als monolithisches Gegenstück erscheint. Die horizontale Schichtung der sich wechselnden Positiv- und Negativlagen der Trapezblechfassade nehmen dem Produktionsgebäude die Höhe und schaffen abgestimmte Übergänge zwischen den Baukörpern. Zur Straße hin markieren drei „Werkfenster“ eine Hauptseite. Die großflächige Verglasung ermöglicht einen Einblick in die Produktion und vermittelt Offenheit und Transparenz.
Energie . Besonderes Augenmerk wurde auf eine hocheffiziente thermische Gebäudehülle und eine energiesparende Gebäudetechnik gelegt. In der Heizperiode kann durch wasserbasierte Kühlung an den Drehmaschinen bedarfsweise Abwärme in das Heizsystem eingeleitet werden. Im Sommer wird das Temperaturniveau in der Produktion thermisch begrenzt, indem die Produktionsabwärme durch überwiegend freie Lüftung und Flächenkühlung über einen thermisch aktivierten Hallenboden abgeführt wird. Sofern die Außentemperatur keine freie Lüftung ermöglicht, kann bedarfsweise die mechanische Abluft mit Wärmerückgewinnung bzw. mit adiabatischer Verdunstungskühlung betrieben werden. Der Energiebedarf des Gebäudes unterschreitet die Anforderungen eines KfW-40-Effizienshauses. Durch „Peak-Shaving“ – dem Abpuffern von Stromspitzen durch Photovoltaik und Stromspeicher – kann ein nennenswerter Anteil des Eigenenergiebedarfes gewonnen und direkt für den Produktion- und Verwaltungsbereich genutzt werden.
Bildnachweis . Brigida González, Stuttgart
Ausstellungen . DAM Frankfurt 03.2023 // Architektur Galerie Berlin 07.2023
Publikationen . best architects 25 // Magazin "Portal" Firma Hörmann // Baunetz // HEWI
Gefördertes Wohnen am Klostergarten, Lüdinghausen
Bearbeitung LP 1-5 . in Fertigstellung
Am Rande der Wasserburgen-Landschaft Lüdinghausen, vis á vis zum alten Klostergarten, ist auf einem attraktiven Grundstück ein Wohnensemble bestehend aus zwei Baukörpern mit geförderten Wohnungen geplant. Geschossigkeit und Dachform nehmen die Charakteristik der benachbarten Bebauung auf und fügen sich in die Umgebung von bürgerlichen Häusern der Jahrhundertwende ein.
Die dezent polygonale Geometrie der beiden Baukörper folgt Überlegungen von Sicht- und Freiraumbezügen und bildet mit den abgeschrägten Dächern eine Einheit. Durch eine leichte Faltung der Fassade und der Ausbildung von Zwerggauben zu allen Seiten entwickeln die beiden Baukörper zur benachbarten Bebauung eine autonome Haltung mit einer klassisch anmutenden, wertigen Solitärwirkung. Die Wohn- und Essräume sind an Eckloggien oder mittig zu den Giebelflächen angeordnet, so dass offene Raumfiguren entstehen. Jeweils zentral gelegene, räumlich attraktive Treppenhäuser mit Oberlicht erschließen die Wohnungen.
Das stringente Fassadenraster aus Klinker verleiht dem Baukörper eine örtliche Präsens. Durchlaufende Rollbänder und französische Geländer gliedern die einheitliche Ziegeloberfläche horizontal. Bodentiefe Fenster und Wandflächen rhythmisieren die Fassade vertikal. Zusammen ergeben sie eine aufeinander abgestufte tektonische Fassadengliederung, aber auch eben mehr - ein Ziegelkleid, fein gewebt, verhüllend wie enthüllend.
Grüner Mantel . Studentisches Wohnen Emsland . Niedersachsen
Studie 2025
Das Projekt versteht sich als sensiblen Holzbau, der Wohnen, Gemeinschaft und Landschaft eng miteinander verknüpft. Der langgestreckte Baukörper wird von einer ruhigen, vertikal gegliederten Holzfassade umhüllt, die wie ein schützender Mantel wirkt und dem Gebäude seinen Namen verleiht. Großzügige Öffnungen sowie durchlaufende Laubengänge schaffen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum und fördern die Begegnung der Bewohner.
Konzipiert als Wohnheim für Studierende und Auszubildende, bietet das Gebäude sowohl private Rückzugsorte als auch gemeinschaftliche Bereiche. Die klare Struktur unterstützt Orientierung und soziale Interaktion gleichermaßen. Balkone und gemeinschaftliche Aufenthaltszonen öffnen sich zur umgebenden Landschaft und machen die Natur zum integralen Bestandteil des Alltags.
Dialog mit Titlis und Hörnli . Neubau Wohnhaus
Engelberg . Schweiz
Bearbeitung LP 1-3
Oberhalb des Dorfraums positioniert sich das Wohnhaus als präzise gesetzter Baukörper im alpinen Kontext. Die Volumetrie reagiert sensibel auf die Topografie und entwickelt sich gestaffelt entlang des Geländes, wodurch eine selbstverständliche Verankerung im Hang entsteht.
Zentrales Entwurfsthema ist die Blickbeziehung zur Berglandschaft: Großzügige Öffnungen und bewusst gesetzte Gaube n inszenieren den gezielten Blick zum Hörnli, während raumhohe Verglasungen den Titlis einfassen. Die Architektur fungiert dabei als Filter und Rahmen zugleich – Landschaft wird Teil des Innenraums. Die Fassade ist durch eine klare Rasterung und vertikale Gliederung geprägt. Sie verleiht dem Gebäude Maßstäblichkeit, Ordnung und Rhythmus und vermittelt zwischen zeitgenössischer Architektur und alpiner Bautradition. Die Struktur der Hülle spiegelt die innere Organisation wider und schafft eine ruhige, präzise Erscheinung.
Im Inneren fördert ein offener Grundriss das Zusammenleben: fließende Raumabfolgen, visuelle Durchblicke und ein zentral organisierter Erschließungskern verbinden die Ebenen zu einem zusammenhängenden Wohngefüge. Ordnung und Offenheit bilden dabei keinen Gegensatz, sondern eine räumliche Balance zwischen Rückzug und Gemeinschaft.
Maison commun d’habitation
2. Preis . Wettbewerb 2025
Aus der Umgebung leiten sich keine städtebaulichen Anhaltspunkte für einen sinnvolle Gliederung des Baukörpers ab.
Ausgangspunkt des Entwurfs ist daher ein quadratischer, nutzungsneutraler Raum mit Rastermaß von 3,65 x 3,65/4,25 als kleinster Nukleus. Durch isotrope Reihung des Nuklei (7x3 Felder) entsteht auf dem Baufeld ein Gebäuderiegel mit zwei Vollgeschossen mit nicht-hierarchisierten, gekämmerten Räumen. Der Riegel folgt, durch Versatz des Rasters um einen Halbfeld, dem Straßenverlauf und bricht die Länge des Baukörpers auf eine harmonische Proportion. Der Satteldachabschluss bildet durch seine außermittige Firstlinie zum Süden eine Wandhöhe von drei Geschossen und zum Norden eine Wandhöhe mit zwei Geschlossen aus. Den Fassadenbereichen mit Wandhöhen von drei Geschossen ist eine regalartige Holzkonstruktion aus Balkonen vorangestellt, welche z.B. als Rankgerüst Fassadengrün aufnehmen kann. Alle Wohnungen haben im genossenschaftlichen Sinn gleiche Teilhabe zur Gartenseite und sind nach Süden ausgerichtet.
PLUS wohnen - Die Bewohner nehmen am gemeinschaftlichen Leben, das sich im Erdgeschoss (Gartenzimmer) und im Garten (Gemeinschaftsterrasse) abspielt, teil. Abseits davon legen sie Wert auf die Sicherung der individuellen Wohnbedürfnisse innerhalb ihrer Wohnung, was Ausdruck in einer eigenen Kompaktküche und in einem Individual-Freibereich findet. Es werden je Wohnung ca. 15% der Wohnfläche zugunsten eines unmittelbar der Wohnung vorgelagerten geteilten Bereichs (PLUSzimmer) abgetreten. Dieses Szenario beruht auf der Idee, dass durch den Zugewinn eines zusätzlichen Wohnbereichs im PLUSzimmer, den man sich mit der benachbarten Partei - oder mit der gesamten Hausgemeinschaft - teilt, die Reduzierung der individuellen Wohnfläche aufgewogen und ein "Plus" an Wohnqualität durch das zusätzliche geteilte Zimmer erreicht wird. Dieses gilt insbesondere für die 1-Personen-Wohnungen. Das PLUSzimmer kann je nach Konzept unterschiedlich ausgeprägt sein und verschiedene Nutzungen aufnehmen (Musikzimmer, Atelierraum, Fernsehzimmer, Sport, etc.). Bauordnungsrechtlich fasst das PLUSzimmer zwei Wohneinheiten zu einer Nutzungseinheit zusammen, so dass die Obergrenze von maximal sechs Nutzungseinheiten gemäß Festsetzungen des Bebauungsplanes eingehalten wird.
KONTAKT wohnen - Beim KONTAKTwohnen handelt es sich um zwei Gästezimmer, welche nur in KONTAKT mit der Hausgemeinschaft oder einer Partei der Hausgemeinschaft nutzbar sind, da diese keine individuelle Koch-, Aufenthalts- oder Sanitärzone aufweisen. Hierfür nutzen Gäste entweder die Gemeinschaftsräume im EG, das Hausbad im DG oder die Individualbereiche der gastgebenden Hauspartei. Dafür lassen sich die Gästezimmer über das PLUS-Zimmer auf selbstverständliche Weise an die Parteien der PLUS-Wohnungen anbinden, so dass diese temporär wachsen oder schrumpfen können.
BASIS wohnen - Durch Auflösung des PLUSzimmers oder des KONTAKTzimmers können PLUSwohnungen zu Basiswohnungen herkömmlichen Standards umgewandelt werden. Die jeweils an den Stirnseiten des Gebäudes angeordneten großen Wohnungen können durch Annexion der Räume zu einer marktüblichen 3-Zi-Wohnung mit ca. 75m2 für 3 Personen oder zu 4-Zi-Wohnung mit den ca. 90m2 Wohnfläche angepasst werden.
Instandsetzung und Modernisierung einer historischen Villa, Münsterland
Fertigstellung 2023 . Bearbeitung LP 1-8
Die historische Villa aus dem Jahr 1912 liegt eingebettet in einem parkähnlichen Grundstück mit altem Baumbestand. In den Wohngeschossen des Erd- und Gartengeschosses wurden nachträglich verbaute, kleinteilige Grundrissstrukturen aufgelöst und ursprünglich vorhandene Raumbezüge wiederhergestellt. Neue zeitgemäße Einbauten und Oberflächen wurden ergänzt, sodass großzügige Wohnräume wieder erlebbar sind. Dabei wurden originale Stuckelemente und bauzeitliche Ziegel-Kappendecken freigelegt. Unter Wahrung der erhaltenswerten Bausubstanz wird das Gebäude fortgehend abschnittsweise energetisch modernisiert. Die Fassade und das Dach werden instandgesetzt und um neue bauliche Bezüge des Hauses zum Garten ergänzt.
Bildnachweis . Paul Glaser, Görlitz
Wettbewerb Grünquartier Janacker. Lüdinghausen
1. Preis . Wettbewerb 2025
mit Knüvener Architekturlandschaft . Köln
An der Nahtstelle zwischen Kernstadt und den östlichen Siedlungsflächen der Stadt Lüdinghausen soll ein urbanes Grün-Quartier mit hoher Qualität entstehen. Folgendes Leitbild steht für das Grundgerüst des städtebaulichen und freiraumplanerischen Konzeptes: Die Janackerhöfe bilden eine maßvolle, urbane Begleitbebauung, welche mit privaten Wohnhöfen einen attraktiven Beitrag zum innerstädtischen Wohnen leisten. Ein Promenadenweg bildet den Brückenschlag in die Altstadt. Dieser mit grün besäumte Weg weitet sich zwischen Ostwallgrundschule und Janackerhöfen zu einem längsgestreckten nachbarschaftlichen Promendenplatz mit Verweilqualität. Ein Mobilitästhub/ Quartiersgarage mit hybrider Erdgeschoss- und Kopfbaunutzung bündelt sämtlichen privaten und öffentlichen ruhenden Verkehr. In seiner volumetrischen Artikulation fügt sich der Baukörper als natürlicher Stadtbaustein in das Gefüge der Solitäre entlang der Konrad- Adenauer-Straße ein und bildet zusammen mit der Drei Burgen-Arena einen neuen Grünraum aus. Ein Entreéplatz zwischen Drei-Burgen-Arena und Mobilitätshub bildet das neue „grüne Stadttor“ zur Altstadt aus. Über seine grünen Säume hinaus strahlt dieser nutzungsoffene Klima-Pocket-Park in seine Umgebung aus. Dabei werden bestehende Baumreihen und die ortstypische Wallheckenstruktur der Janackergärten fortgeführt.
Neubau Wohnbebauung mit 8 Wohneinheiten, Lüdinghausen
In Planung . Bearbeitung LP 1-5
Auf einen markanten, kompakten, polygonalen Grundstück entstehen sieben private Wohneinheiten mit hohen Wohnwert. Die Präsens des Ziegelbaus unterstreicht die urbane Erscheinung des Baukörpers an dem Kreuzungspunkt einer Ortseinfahrt. Durch die Planung von offenen, durchgesteckten Grundrisse lassen sich alle Wohnungen vielfältig nutzen und sind adaptierbar für verschiedene Lebensphasen- und Bewohnerstrukturen. Ein zurückhaltendes Farbkonzept lässt die Räume klar und großzügig erscheinen.
Wohnungsbauwettbewerb Überseestadt Schuppen 3 Bremen, 2017
für Fink+Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH
Auslober: ASSET Firmengruppe, Bremen
166 Wohneinheiten mit eingeschossiger Tiefgarage
ca. 18.000qm BGF
Ziel des Projektes ist es die charakteristische Lage am Europahafen auszunutzen und allen 166 Wohneinheiten gezielte Ausblicke zum Wasser zu ermöglichen. Die Faltung der Südfassade vergrößert hierzu die Längenabwicklung der Fassade zum Wasser und nutzt das Baufeld mit einer Gebäudetiefe von bis zu 15,00m intensiv aus. Dabei nimmt die Abtreppung im Süden Bezug zum Gegenüber und bricht durch die Tiefenstaffelung den Maßstab der Kubatur. Der Baukörper definieren dabei mehrdeutige Außenräume, die spürbar gefasst und dennoch von fließender Offenheit sind.
Der Schwerpunkt des Entwurfes liegt in der klaren Trennung zwischen dem lärmbelasteten Straßenraum im Nord-Osten zur Konsul-Schmidt-Straße und der wasserzugewandten und geschützten Wohnstraße im Süd-Westen. Die städtebauliche Figur der beiden langgestreckten Zeilen zur Konsul-Schmidt-Straße ist typologisch in Anlehnung an die teilweise unter Denkmalschutz gestellten „Speicher-Gebäude“ der Überseestadt konzipiert.
Preise/Auszeichnungen
3. Preis
Landschaftsarchitekten
terra.nova, München
Visualisierung
Jonas Bloch, München
Der Steverhof . Lüdinghausen
Wettbewerb . 3. Preis
Der städtische Block . Der neue Stadtbaustein ist typologisch als Block um einen lärmgeschützen und identitätsstiftenden Innenhof konzipiert. Sowohl die benachbarte Kinobebauung, die im Süden angrenzende Gewerbehalle, als auch die sich im Westen befindlichen Wohnbebauungen erhalten durch den 4-geschossigen Baukörper mit Staffel eine Fassung und ein räumlich wirksames ›Gegenüber‹, welches mit seiner öffentlichkeitswirksamen Erdgeschossnutzung einer Quartierswerkstatt und den Wohnnutzungen in den Obergeschossen eine lebendige städtische und soziale Nutzungsmischung generiert: ›urbane Vielfalt und Identität‹. Die Blockbebauung treppt sich durch Staffelungen nach Süden und Westen ab und bildet städtebaulich zum Kreuzungspunkt Münsterstr./Konrad-Adenauer-Str. einen tektonisch gegliederten Hochpunkt. Ein neuer Quartiersplatz im Osten und die Ausbildung einer Gasse im Süden schaffen eine neue Verbindung zwischen Münster- u. Konrad-Adenauer-Str. an welcher später die benachbarte städtebauliche Entwicklungsfläche „Darlay“ anknüpfen kann. Der halb-öffentliche Innenhof ›die grüne Mitte‹ dient zum Aufenthalt und zur Erschließung. Durch die Durchwegung entstehen neben Blickbezügen viele Möglichkeiten der Begegnung. Die Ausbildung eines Hochparterres schafft den erforderlichen Abstand zum Straßenraum und generiert in Verbindung mit durchgesteckten Grundrissen qualitätsvollen Wohnraum.
Die soziale Nutzungsmischung . Im adressbildende Hochpunkt ist im EG eine den Hausbewohnern und dem Quartier zur Verfügung stehende halböffentliche Quartierswerkstatt angeordnet. Sie ist Anlaufstelle, Adresse und Umsetzerin für ein aktives Wohngebäude des Austauschs und der Begegnung im Quartier. Die geplante Wohnbebauung umfasst ges. 28 Wohneinheiten. 18 Wohnungen, sowie 2 Clusterwohngruppen (TRH 2+3) sind als sozial geförderter Wohnungsbau konzipiert. 6 Wohnungen (TRH 1) und zwei Wohn-Hybrid-Townhouses zur Münsterstr. sind als freifinanzierte Wohn- bzw. Büroräume geplant. Die Wohn-Hybrid-Townhouses können durch ihren flexiblen Grundriss sowohl als Wohn- oder Bürohaus genutzt werden. Die Clusterwohngruppen sind mit privatem Bad, gemeinschaftlicher Küche und Gemeinschaftswohnraum konzipiert und stehen insbesondere vulnerablen Gruppen, Auszubildenden oder Alleinstehenden zur Verfügung. Zusätzlich zum grünen Hof wird eine Gemeinschafts-Dachterrasse zum Urban Gardening vorgeschlagen, welche mit Blick auf die Altstadt und Burgenlandschaft Lüdinghausens als halböffentliche Stadtterrasse fungiert.
Der architektonische Ausdruck . Die steinerne Präsenz des Ziegelbaus unterstreicht den städtischen Charakter des Baukörpers. Diagonal stehende Läuferverbände gliedern die straßenzugewandten Fassaden in den OGs und schaffen eine starke Plastizität durch eine lebhafte, rhythmisierte Gliederung der Fassade. Der Sockel, die zurücktretenden Staffelgeschosse und der Innenhof setzen sich bewusst als glatte Ziegelbänder ab um die Differenzierung zwischen halböffentlichen und privaten Zonen nach außen ablesbar zu machen.
Die Ökologische und soziale Nachhaltigkeit . Das Projekt versteht sich als „E“-Gebäude = „Einfach“-Gebäude. Es wird ein nachhaltiger und sozialer Ansatz durch einfache dichte, massive und auf dem Dach begrünte Bauweise vorgeschlagen. Unterschiedliche Wohnungsgrößen sichern eine soziale Durchmischung. Die Dachflächen sind als Terrassen oder Gründach ausgebildet und bieten Platz für PV.
Neubau Mehrfamilienhaus, Nordkirchen
In Bearbeitung
Bearbeitung LP 1-5
Neubau Kita Seedorf, Dunningen
Wettbewerb
Der Dorfraum . Das Gebäudevolumen der Giebelhäuser ist typologisch in Anlehnung an die Vorstellung eines „Urhauses“ – wie Kinder es malen würden - konzipiert. Durch die Aneinanderreihung von fünf Giebelhäuser entsteht eine morphologisch prägnante Form, die der neuen Kita eine Kleinteiligkeit und Vielgliedrigkeit gibt. Die Ost-West Ausrichtung der Volumina führt die ortsbildprägenden giebelständischen Gebäude an der Freudenstädter Straße fort und nimmt maßstäblich mit seiner flachen Neigung Bezug auf die angrenzende Schule. Mit der Setzung wird zur lärmbelasteten Hauptstraße im Westen ein Vorbereich zum Parken und Ankommen und im Osten zum Wohngebiet ein geschützter Garten- und Spielbereich ausgebildet.
Sowohl die im Westen angrenzende straßenbegleitende Bebauung, das im Norden angrenzende Pfarrhaus, als auch die im Süden angrenzende Schule bekommen mit dem neuen zweigeschossigen Gebäude eine räumliche Fassung und ein räumlich wirksames ›Gegenüber‹. Mit der Fortführung der vorhandenen Wegestruktur vom Süden über das Grundstück bis zur Hauptstraße und die Anbindung an das Kirchgässle wird eine neue vom Straßenraum unabhängige Fuß- und Radwegevernetzung im Dorfquartier geschaffen.
Der Baukörper/ Gestalt . Die Staffelung der West- und Ostfassade nutzt das Baufeld intensiv aus. Dabei bricht die Abstaffelung den Maßstab der Kubatur und gibt dem Gebäude einen kindgerechten Ausdruck. Der Topographie folgend steigen die Giebelhäuser zum Süden hin an. Die Baukörperabstaffelung in Höhe und Tiefe verzahnt dabei Innen und Außen und definiert überblickbare und kindgerechte Freiräumen. Im Sinne einer gezielten Adressbildung staffelt sich das Gebäude von der Freudenstädter Straße zurück und leitet zum Haupteingang der Kita hin. Am Kreuzungspunkt zwischen dem vom Süden kommenden Fußweg und der Zuwegung von der Hauptstraße/ Parkplatz zum Eingang wird ein Vorbereich ausgebildet. Der Mitarbeiterzugang und die Anlieferung der Küche erfolgt über einen separaten Eingang von Norden über das Kirchgässle.
Der architektonische Ausdruck . Der Holzbau sitzt auf einem umlaufenden Betonsockel, welcher auf das topografisch ansteigende Gelände reagiert. Das Gebäude wird von Weitem von einer scheinbar rigiden vertikalen Holzlattung überzogen. Beim Nähertreten offenbart sich die diagonale Tragunterkonstruktion, welche subtil eine andere gliedernde Maßstäblichkeit einführt und mit seiner lebhaften reliefierten Oberfläche dem Gebäude eine starke Plastizität verleiht. Durch eine einheitliche grüne Lasur von Lattung und Unterkonstruktion wird der Fassade eine sinnliche Note verliehen, welche von Weitem homogen und von Nahem kindlich verspielt wirkt. Rückseitig löst sich das Volumen im Bereich des Gartenhauses in ein filigranes Holzgeflecht auf, welches mit seiner raumhaltigen Transparenz als Übergangsbereich zwischen Innenraum und Garten zum Spielen einlädt. Die Präzision des Volumens wird durch den fehlenden Dachüberstand unterstützt. Die leichte Präsenz des Holzbaus unterstreicht dabei den ortsbildprägenden ländlichen Charakter.
Neubau Wohnanlage, München
für Fink+Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München
Fertigstellung 2019
Bauherr: Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns
105 Wohneinheiten mit 2-geschossiger Tiefgarage
12.200qm BGF/Bauwerkskosten ca. 20 Mio. €
Bearbeitung LP 1-5
Zentraler Entwurfsansatz ist es, eine räumliche Komposition zu entwickeln, die in der äußeren Erscheinung zum öffentlichen Raum Prägnanz im Ganzen thematisiert und zum privaten Innenraum in Form modellierter Räumlichkeit Individualität und Vielfalt im Einzelnen generiert. Die baukörperliche Formgebung der drei Einzelbaukörper leitet sich aus den Strukturen der Umgebung ab und wird nach dem Prinzip der Kompaktheit und Raumoptimierung modelliert.
Veröffentlichungen
Wettbewerbe aktuell 8/2014
Visualisierung
Fink+Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München
Erweiterung und Sanierung Wohnhaus am Tegernsee
Fertigstellung 2012
Durch die Umbaumaßnahme wurde der kleinteilige und verwinkelte Bestandsgrundriss neu geordnet. Die Planung sieht zur Erweiterung der Wohnfläche einen Holzanbau vor, welcher in der Bauausführung jedoch vorerst zurückgestellt wurde. Der architektonische Charme des 60er-Jahre-Hauses konnte trotz der umfangreichen Eingriffe durch den Erhalt der filigranen Balkonstützen und baulicher Reminiszenzen wie dem Balkongeländer erhalten werden.
Nach den Umbaumaßnahmen wird das Wohnhaus im Erdgeschoss über die Nordfassade erschlossen. Über eine großzügige Diele ist der Wohnraum, die Küche und ein barrierefreies Duschbad erreichbar. Das Badezimmer im Erdgeschoss dient zugleich als Kinderbad und Gäste-WC. Flächenbündige Einbauschränke verschaffen dem Dielenraum seine Großzügigkeit. Die Diele wird über drei großzügige Oberlichter in der Dachfläche belichtet. Eine offene Raumstruktur von Kochen, Essen und Wohnen verbindet übergangslos die verschienden Nutzungen im Erdgeschoss und bildet für die Familie das Herzstück des Hauses. Im Dachgeschoss wurde ein großzügiges Elternschlafzimmer mit angegliedertem En Suite-Bad geplant. Alle Schlafzimmer sind an die durchlaufende Balkonzone angebunden und orientieren sich nach Süden. Durchgehend bodentiefe Fenster versorgen die Räume im Obergeschoss mit ausreichend Tageslicht.
Das Wohnhaus fügt sich in seiner Materialität in die umliegende Bebauung sensibel ein. Dabei wechseln sich lokale Materialien, wie weiße Edelkratzputzflächen mit einer vertikalen Holzlattung aus vorvergrauter Weißtanne ab. Die Holzflächen markieren im Norden den Hauseingang und fassen im Süden die Terrassen- und Balkonzone optisch zusammen und geben dem Haus ein prägnantes Gesicht.
Die filigranen weißlackierten Metallgeländer an der Südseite des Wohnhauses unterstützen in Kombination mit den schlanken Bestandsstützen den 60er- Jahre-Charme des Wohnhauses. Die durchgängig bodentiefen Aluminiumfenster sind bronzefarben eloxiert. Im Innern des Wohnhauses wird durchgängig Eichenparkett als Bodenbelag verwendet. Wände und Decken sind in allen Räumen weiß verputzt.
Fotograf
Röing genannt Nölke Architekten, München
Raissa Axmann Fotografie, München